Trümmersuche

Hier werden Personen, welche z.B. nach dem Einsturz eines Hauses nach einer Explosion oder einem Erdbeben unter den Trümmern vermutet werden, gesucht. 

Diese Art der Suche erfordert einen ausgesprochen selbstsicheren Hund mit unerschütterlichem Vertrauen in seinen Hundeführer, da er sich nicht von Brandgeruch, Hektik, Lärm, Geschrei oder ähnlichem ablenken lassen darf. 

Teams aus unserer Staffel waren z.B.  2015 in NEPAL im Einsatz.

Trümmersuche, in einer Minute erklärt...

...hier gehts zum Film

Der Weg zum geprüften Rettungshundeteam Trümmersuche

Zulassungsvoraussetzung zur  Prüfung ist eine bestandene Vorprüfung sowie eine bestandene Begleithundeprüfung (BH).

Bei der Prüfung für die Trümmersuche wird außerdem überprüft:

- Verhalten des Hundes unter Störeinwirkung.
- Verhalten des Hundes gegenüber fremden Personen.
- Verhalten des Hundes gegenüber fremden Hunden beiderlei Geschlechts.

Vorprüfung

Die Vorprüfung besteht aus:

- Nachweis von Fachkenntnissen ( Lehrgänge )
- Gewandtheit des Hundes
- Suche im Trümmergelände

Die Gewandtheit des Hundes wird überprüft durch

1. Fassbrücke beweglich
2. Wippe
3. Schräges Brett (35°)
4. Leiter waagrecht
5. Sprossenleiter in Schräglage (ca. 45° )
6. Kriechübung Kriechgang ca. 60 cm Durchmesser, ca. 3 m Länge
7. Begehen von unangenehmem Material,
ca. 10 m²
8. Lenkbarkeit auf Distanz mit seitlichem Versetzen

 

 

 

Die Fachkenntnis des Hundeführers wird nachgewiesen u.a. durch Teilnahme an folgenden Lehrgängen: Erste Hilfe Hund, Orientierung, Karte, Kompass, Funk. Außerdem muss ein Erste- Hilfe- Kurs mit Herz-Lungen-Wiederbelebung nachgewiesen sein (nicht älter als 24 Monate).

Rettungshunde-Trümmerprüfung (RH-TR)

 

Ausarbeitungszeit: max. 25 Minuten

1 – 3 Personen

Trümmergelände mit Ablenkung: Schwelfeuer, Motorgeräusche oder ähnliches.
Die Anzahl der zu suchenden Personen darf dem HF nicht mitgeteilt werden. Das Rettungshundeteam muss die Suchtaktik festlegen und das Gelände selbständig absuchen. Um die Prüfung einsatznäher zu gestalten, ist das Gelände in Suchabschnitte aufzuteilen. Diese Abschnitte sind nacheinander abzuarbeiten und freizugeben. Ein Abschnitt sollte durch den Hund möglichst selbständig, zum Teil ohne Sichtkontakt zum Hundeführer abgearbeitet werden. Ein weiterer Abschnitt soll vom Team gemeinsam gelöst werden . Ggf. vorhandene weitere Abschnitte sind wahlweise abzuarbeiten.
Eine nicht gefundene Person oder Fehlanzeige führt zum Nichtbestehen der Prüfung. Ein Hund, der eine Versteckperson stark bedrängt, fasst, packt oder verletzt, kann die Prüfung nicht bestehen.
Wechselt der Hund seinen Führer, so verliert er seine Eigenschaft als Rettungshund. Rettungshundearbeit ist immer Teamarbeit Mensch/Hund.

Die Prüfung muss jährlich wiederholt werden.