Flächensuche

In der Flächensuche durchstöbert der Rettungshund, angeleitet durch seinen Hundeführer, ein meist unübersichtlich und häufig auch unwegsames Gebiet, in dem eine vermisste Person vermutet wird.

Durch den Einsatz eines Hundes anstatt einer Menschenkette kann einerseits natürlich die Zahl der Einsatzkräfte, vor allem aber die Zeit, die zur sicheren Absuche des Gebiets benötigt wird, deutlich reduziert werden.

Bei den Vermissten handelt es sich häufig um Senioren, Kinder oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen.

 

Flächensuche, in einer Minute erklärt...

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Der Weg zum geprüften Rettungshundeteam Flächensuche

Zulassungsvoraussetzung zur  Prüfung ist eine bestandene Vorprüfung sowie eine bestandene Begleithundeprüfung (BH).

Bei der Prüfung für die Flächensuche wird außerdem überprüft:

- Verhalten des Hundes unter Störeinwirkung.
- Verhalten des Hundes gegenüber fremden Personen.
- Verhalten des Hundes gegenüber fremden Hunden beiderlei Geschlechts.

Vorprüfung

Die Vorprüfung besteht aus:

- Nachweis von Fachkenntnissen ( Lehrgänge )
- Gewandtheit des Hundes
- Suche im Flächengelände

Die Gewandtheit des Hundes wird überprüft durch

1. Fassbrücke beweglich
2. Schräges Brett (35°)
3. Kriechübung
4. Begehen von unangenehmem Material, ca. 10 m
5. Lenkbarkeit auf Distanz mit seitlichem Versetzen

Die Fachkenntnis des Hundeführers wird nachgewiesen u.a. durch Teilnahme an folgenden Lehrgängen: Erste Hilfe Hund, Orientierung, Karte, Kompass, Funk. Außerdem muss ein Erste- Hilfe- Kurs mit Herz-Lungen-Wiederbelebung nachgewiesen sein (nicht älter als 24 Monate).

 

Rettungshunde-Flächenprüfung  (RH-FL)

Ausarbeitungszeit: max. 25 Minuten

1 – 3 Personen

Geländegröße 20.000 bis 25.000 qm, offenes und mindestens 50 % verdecktes Gelände.
Ist dies nicht gegeben, kann die Fläche vergrößert werden (maximal auf 30.000 qm)
Die Verstecke sollen für den Hundeführer nicht einsehbar sein.  Die Anzahl der zu suchenden Personen darf dem HF nicht mitgeteilt werden.
Das Rettungshundeteam muss das Gelände selbständig absuchen.
Eine nicht gefundene Person oder Fehlanzeige führt zum Nichtbestehen der Prüfung.
Ein Hund, der eine Versteckperson stark bedrängt, fasst, packt oder verletzt, kann die Prüfung nicht bestehen.
Wechselt der Hund seinen Führer, so verliert er seine Eigenschaft als Rettungshund. Rettungshundearbeit ist immer Teamarbeit Mensch/Hund.

Die Prüfung muss jährlich wiederholt werden.